Heute gab unsere liebe Mitschwester Schwester Maria Christiana, Henriette Kerßenfischer, ihr Leben in Gottes Hände zurück. Geboren am 20. August 1940 in Dortmund, aufgenommen in die Kongregation am 2. Februar 1961, gestorben am 16. Januar 2026 im Konvent Katharina in Hildesheim.

Schwester M. Christiana wurde in Dortmund geboren und 1944 mit ihrer Familie wegen des Krieges in den Landkreis Celle evakuiert. Nach Ende ihrer Schulzeit arbeitete sie in unserem Krankenhaus St. Vinzenz in Braunschweig in der Krankenpflege. Von 1958 bis 1960 besuchte sie die Krankenpflegeschule im St. Bernward-Krankenhaus in Hildesheim. Weil sie seit mehreren Jahren den Wunsch verspürte, Ordensschwester zu werden, schloss sie sich nach dem Krankenpflege-Examen unserer Gemeinschaft an.
Nach ihrer Profess am 28. August 1963 war sie zuerst im Krankenhaus St. Martini in Duderstadt als Krankenschwester eingesetzt, dann in der Krankenpflegeschule des St. Bernward-Krankenhauses. 1969 erwarb sie die Lehrbefähigung für Krankenpflegeschulen. Von 1969 bis 1977 leitete sie die Krankenpflegeschule in unserem Krankenhaus Neu-Mariahilf in Göttingen. Nach einer entsprechenden Ausbildung übernahm sie dort bis 1997 die Pflegedienstleitung. 1986 wurde ihr das Amt der Oberin übertragen.
Das Generalkapitel wählte sie 1990 in den Generalrat und 1996 bis 2002 diente sie der Kongregation in der Verantwortung als Generalvikarin. Von 1997 bis 1999 gehörte sie zum Konvent des Mutterhauses und wurde 1999 Oberin in unserem St. Elisabeth-Krankenhaus in Salzgitter-Bad. Als im Frühjahr 2012 der Konvent dort aufgelöst wurde, kam Schwester M. Christiana in den Konvent im St. Bernward-Krankenhaus in Hildesheim. Bis 2020 übernahm sie Tätigkeiten im Referat Peru.
Schwester M. Christiana wurde wegen ihrer Kompetenz und Zugewandtheit als Krankenschwester und darüber hinaus sehr geschätzt. Sie war gesellig, feierte gern und nahm andere darin mit. Dazu gehörte auch ihre Leidenschaft für den Fußball. Sie besaß einen tiefen Sinn für Gerechtigkeit und setzte sich für Menschen ein, die ihre Hilfe brauchten.
Schon früh litt sie unter körperlichen Beschwerden, mit denen sie geduldig und kreativ umging. In den letzten Jahren war sie jedoch zunehmend auf Unterstützung angewiesen, so dass sie im Sommer 2025 in den Konvent Katharina übersiedelte. Nun ist sie heimgekehrt in die Fülle des Lebens bei Gott. In Liebe und Dankbarkeit bleiben wir ihr im Gebet verbunden.
Die Beerdigung fand am Samstag, 24. Januar 2026, um 10 Uhr auf dem Domfriedhof an der Alfelder Straße in Hildesheim statt. Anschließend wurde das Auferstehungsamt in der Kapelle des Altenpflegeheims St. Paulus gefeiert.