BETT statt MÜLL – Sozialcafé Vinzenzpforte & Friends sammeln auf dem M’era Luna Festival für obdachlose Menschen

BETT statt MÜLL – Sozialcafé Vinzenzpforte & Friends sammeln auf dem M’era Luna Festival für obdachlose Menschen

Nach dem Festival landen jedes Jahr zahlreiche Schlafsäcke, Isomatten und Pop-up-Zelte im Müll – obwohl sie oft noch voll funktionstüchtig sind. Gleichzeitig fehlen genau diese Dinge vielen obdachlosen Menschen, um sich vor Kälte, Nässe und Wind zu schützen. Mit der Aktion „BETT statt MÜLL“ möchte das Sozialcafé Vinzenzpforte der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom Hl. Vinzenz von Paul auf dem M’era Luna Festival ein Zeichen für Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung setzen.

Während des Festivals sammeln Ehrenamtliche, Sozialarbeitende sowie Gäste des Sozialcafés Vinzenzpforte gemeinsam mit Engagierten weiterer caritativer Einrichtungen aus Hildesheim mit einem auffällig gestalteten Bollerwagen nicht mehr benötigte Schlafsäcke, Isomatten und Pop-up-Zelte direkt auf den Campingplätzen. Darüber hinaus können Festivalgäste ihre gut erhaltene Campingausrüstung am Aktionszelt als zentraler Sammelstelle abgeben. Das Aktionszelt ist am Freitag von 10 bis 20 Uhr sowie am Samstag und Sonntag jeweils von 14 bis 20 Uhr geöffnet. Zusätzlich können Festivalgäste bei der Abreise ihre nicht mehr benötigten Schlafsäcke, Isomatten und Pop-up-Zelte direkt bei der Ausfahrt vom Parkplatz auf einen bereitstehenden Anhänger laden.

Nachhaltigkeit trifft Mitmenschlichkeit

Die Aktion „BETT statt MÜLL“ zeigt, dass nachhaltiges Handeln und soziale Hilfe eng zusammengehören. Statt funktionierende Ausrüstung zu entsorgen, erhalten Schlafsäcke, Isomatten und Zelte ein zweites Leben – dort, wo sie dringend benötigt werden.

„Was für viele Festivalbesucher nach dem Wochenende nicht mehr gebraucht wird, kann für einen obdachlosen Menschen ein geschützter Schlafplatz sein. Mit unserer Aktion verbinden wir Nachhaltigkeit mit konkreter Hilfe“, sagt Marie Hilgenfeld, Leiterin der Vinzenzpforte.

Mitmachaktion regt zum Nachdenken an

Im Aktionszelt erwartet Besucherinnen und Besucher eine Mitmachaktion, die zum Nachdenken anregt. Im Mittelpunkt steht die Frage:

„Was wäre der wichtigste Gegenstand in Ihrem Rucksack, wenn Sie heute obdachlos würden?“

Welche Dinge wären unverzichtbar? Auf welchen kleinen Luxus würden Sie auch in dieser Situation nicht verzichten wollen? Und was müssten Sie täglich bei sich tragen?

Die Gedanken und Antworten können auf einer Stellwand festgehalten werden. Die Aktion möchte dazu anregen, die eigene Lebenssituation zu reflektieren und sich mit den Herausforderungen auseinanderzusetzen, vor denen Menschen ohne Wohnung täglich stehen.

Fotoausstellung macht Unsichtbares sichtbar

Ergänzt wird die Aktion durch ausgewählte Fotografien aus der Ausstellung „Sammlerstück“ der Fotografin Julia Moras. Die Bilder entstanden im Rahmen des Sozialen Stadtrundgangs des Sozialcafés Vinzenzpforte durch Hildesheim, den sie fotografisch begleitet hat und sind im Aktionszelt auf dem Festivalgelände zu sehen.

Die Ausstellung zeigt Orte, an denen sich Menschen ohne Wohnung aufhalten, Schutz suchen oder zurückziehen. Sie macht damit Lebensrealitäten sichtbar, die im Alltag häufig übersehen werden, und lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, die eigene Stadt mit anderen Augen zu sehen.

Gemeinsam für eine gute Sache

Unterstützt wird die Aktion von den Maltesern, die beim Auf- und Abbau helfen. Neben den Maltesern unterstützen auch Sozialarbeitende verschiedener Einrichtungen sowie Gäste des Sozialcafés Vinzenzpforte die Aktion und helfen dabei, möglichst viele Sachspenden für obdachlose Menschen zu sammeln.

(Sach-)spenden können während des Festivals am Freitag von 10 bis 20 Uhr sowie am Samstag und Sonntag jeweils von 14 bis 20 Uhr am Aktionszelt oder direkt bei den Helferinnen und Helfern mit dem Bollerwagen abgegeben werden. Zusätzlich besteht bei der Abreise die Möglichkeit, nicht mehr benötigte Schlafsäcke, Isomatten und Pop-up-Zelte auf einen direkt bei der Ausfahrt vom Parkplatz bereitstehenden Anhänger zu laden.