Vernissage zur Ausstellung „Leben, Sammeln, Kunst“

Vernissage zur Ausstellung „Leben, Sammeln, Kunst“

Vernissage im Mutterhaus der Vinzentinerinnen: Fotografie zwischen Hospizarbeit und Stadtgesellschaft

Am Mittwoch, den 21. Januar 2026, wurde im Mutterhaus der Vinzentinerinnen Hildesheim die Doppelausstellung „Leben, Sammeln, Kunst“ feierlich eröffnet. Zahlreiche Gäste folgten der Einladung ins Mutterhaus, um zwei eigenständige fotografische Positionen zu entdecken, die zugleich in einen gemeinsamen Dialog treten: über Würde, Aufmerksamkeit und soziale Wirklichkeit.

Zu Beginn begrüßte Schwester M. Teresa Slaby die Anwesenden herzlich. In ihrer Ansprache betonte sie, dass beide Ausstellungsteile trotz ihrer unterschiedlichen Schauplätze eine gemeinsame Haltung verbinden: das genaue Hinsehen – als Ausdruck des vinzentinischen Charismas und als Form gelebter Wertschätzung. Fotografie werde hier zu einer Haltung der Aufmerksamkeit gegenüber dem Leben in all seinen Facetten, besonders dort, wo es verletzlich ist.

Im Anschluss stellten Maike Dudek, Pflegedienstleitung im Hospiz Luise, sowie Claude Englebert, Sozialarbeiter im Sozialcafé Vinzenzpforte, die beiden Ausstellungsteile vor.

Im Erdgeschoss ist unter dem Titel „Sammlerstück“ eine Serie der Pressefotografin Julia Moras zu sehen. Die Bilder entstanden im Umfeld der Sozialen Stadtführungen der Vinzenzpforte und machen Räume, Menschen und Spuren sozialer Realität sichtbar, die im urbanen Alltag oft übersehen werden.

Die Fotografien von Julia Moras erzählen von übersehenen Räumen, von Spuren sozialer Realität in der Stadt und vom genauen Hinsehen der ehrenamtlichen Stadtführerinnen und Stadtführer. Foto: Moras
Die Fotografien von Julia Moras erzählen von übersehenen Räumen, von Spuren sozialer Realität in der Stadt und vom genauen Hinsehen der ehrenamtlichen Stadtführerinnen und Stadtführer. Foto: Moras

Im ersten Obergeschoss zeigt die Porträtausstellung „Leben_Kunst in der Hospizarbeit“ des Fotografen Tim Kirchhof intensive fotografische Begegnungen mit Mitarbeitenden des Hospiz Luise sowie der angeschlossenen ambulanten Dienste. In Gesprächen entstanden Porträts, die persönliche Kraftquellen und Haltungen sichtbar machen – und die verdeutlichen, wie sehr Hospizarbeit eine zutiefst lebenszugewandte Aufgabe ist.

Tim Kirchhof hat, begleitet von intensiven Gesprächen, Porträts erarbeitet, die individuelle Haltungen zum Leben, zur Endlichkeit und zu eigenen Kraftquellen sichtbar machen. Foto: Kirchhof
Tim Kirchhof hat, begleitet von intensiven Gesprächen, Porträts erarbeitet, die individuelle Haltungen zum Leben, zur Endlichkeit und zu eigenen Kraftquellen sichtbar machen. Foto: Kirchhof

Musikalisch wurde der Abend von Elke Fech begleitet, die auf Bass- und Altblockflöten ein abwechslungsreiches Programm spielte – von barocken Stücken bis hin zu minimalistischen und modernen Kompositionen. Das Konzert wurde vom Publikum mit großer Aufmerksamkeit aufgenommen und herzlich beklatscht.

Die Ausstellung „Leben, Sammeln, Kunst“ ist noch bis zum 20. Mai 2026 im Mutterhaus der Vinzentinerinnen Hildesheim zu sehen. Der Eintritt ist frei.