Willkommen im Mutterhaus: Neue Mitarbeitende lernen vinzentinische Wurzeln kennen

Willkommen im Mutterhaus: Neue Mitarbeitende lernen vinzentinische Wurzeln kennen

13 neue Mitarbeitende aus der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom Hl. Vinzenz von Paul in Hildesheim und der Vinzenz Bernward Stiftung sind beim Willkommenstag im Mutterhaus der Vinzentinerinnen Hildesheim zusammengekommen. Zweimal im Jahr lädt das Referat Spiritualität neue Kolleginnen und Kollegen ein, die Menschen, Geschichte und das geistliche Fundament hinter den verschiedenen Arbeitsbereichen kennenzulernen.

Im Mittelpunkt stand das vinzentinische Charisma, das auf Vinzenz von Paul und Luise von Marillac zurückgeht. Schwester M. Hanna Schmaus und Monika Hävemeier vom Referat Spiritualität machten deutlich, dass es dabei nicht nur um Geschichte geht, sondern auch um die Frage, was Menschen heute in ihrer Arbeit bewegt. Unter dem Leitgedanken „Wofür brenne ich?“ tauschten sich die neuen Mitarbeitenden in kleinen Gruppen darüber aus, wofür sie sich einsetzen, was ihnen wichtig ist und was sie persönlich antreibt.

Diese persönliche „Flamme“ verbindet die Mitarbeitenden über unterschiedliche Einrichtungen und Tätigkeitsfelder hinweg – vom Altenpflegeheim St. Paulus, dem Hospiz Luise, der Kongregation und Stiftung bis hin zur Geschäftsführung. Das vinzentinische Charisma lebt davon, dass Menschen ihre eigenen Fähigkeiten, Überzeugungen und Kraftquellen einbringen und damit die Arbeit für andere gestalten.

Auch der Vorstand der Kongregation und der Vinzenz Bernward Stiftung, Stefan Fischer und Thomas Naumann, begrüßte die neuen Kolleginnen und Kollegen persönlich. Die Vorstellungsrunde bot Gelegenheit, einander kennenzulernen und sichtbar zu machen, wie vielfältig die Menschen sind, die heute in den Einrichtungen der Stiftung und der Kongregation arbeiten.

Wie sich die gemeinsame Geschichte entwickelt hat, zeigte Schwester M. Hanna anschließend anhand der fast 170-jährigen Geschichte der Vinzentinerinnen Hildesheim. Von den ersten drei Schwestern, die vor 170 Jahren aus Paderborn nach Hildesheim kamen, um Patientinnen und Patienten im St. Bernward Krankenhaus zu versorgen, führte der Blick über den Zweiten Weltkrieg und den Wiederaufbau bis in die Gegenwart. Dabei wurde deutlich, wie sehr sich Aufgaben und Strukturen verändert haben – und welche Werte die Gemeinschaft bis heute begleiten.

Im hauseigenen Museum wurden diese Geschichte und die Entwicklung der Gemeinschaft anhand von Fotografien, Ordensgewändern und zahlreichen Erinnerungsstücken greifbar. Anschließend führte der Weg in die Hauskapelle, einen besonderen Ort im Mutterhaus. „Sie ist wie mein Wohnzimmer hier. Ich verbringe hier sehr viel Zeit“, erzählt Schwester M. Hanna. Die Kapelle steht auch den Mitarbeitenden offen: Sie sind jederzeit herzlich eingeladen, dort eine Kerze anzuzünden, zur Ruhe zu kommen oder einfach einen Moment für sich zu haben.

Zum Abschluss ging es noch einmal um die persönlichen Kraftquellen. Aus einer Schatzkiste durfte jede und jeder einen Stein auswählen und erzählen, was der eigene Schatz ist und was vom Willkommenstag besonders in Erinnerung bleibt. Beim anschließenden gemeinsamen Mittagessen klang der Vormittag mit Gesprächen und Begegnung aus. Der Willkommenstag soll mehr sein als eine Begrüßung: Er lädt dazu ein, die eigenen „Flammen“ kennenzulernen und zugleich zu entdecken, welche gemeinsame Haltung die Arbeit der Vinzentinerinnen und der Vinzenz Bernward Stiftung prägt.

Sie sind auf der Suche nach neuen Perspektiven? Im Mutterhaus und in unseren Einrichtungen gibt es viele Möglichkeiten mitzuarbeiten und sich sozial zu engagieren, ob hauptamtlich oder ehrenamtlich. Schauen Sie doch mal auf unserem Stellenportal vorbei. Wir würden uns freuen, auch Sie einmal im Mutterhaus willkommen zu heißen.