Unterstützung von der Bundeswehr für APH St. Paulus

Auch im Altenpflegeheim St. Paulus erhält das Pflegepersonal Unterstützung von der Bundeswehr. Die jungen Soldaten wohnen im benachbarten Mutterhaus.

Das Mutterhaus beherbergte schon einmal Soldaten, aber unter ganz anderen Umständen. Während des 2. Weltkriegs von Oktober 1941 bis zur Ausbombung am 22. März 1945 war ein großer Teil der Räume von der Wehrmacht als Lazarett in Anspruch genommen worden. Bis zu 150 kranke Soldaten wurden von unseren Schwestern gepflegt.
Aus zeitgenössischen Berichten wissen wir, wie es damals im Mutterhaus aussah.Im Erdgeschoss wurden in den kleinen Zimmern schwerkranke Soldaten und Offiziere gepflegt. Der Exerzitiensaal im 1. Obergeschoss war als Krankensaal mit 24 Betten hergerichtet. Im 2. Obergeschoss waren die Kranken in Zwei-Bett-Zimmern untergebracht. Eine weitere Station mit 51 Betten verteilte sich auf zwei Flure. Auch für Sanitäter war ein Flur reserviert. Das Refektorium diente als Speisesaal für die Soldaten. Der Schwesternkonvent musste damals sehr zusammenrücken.
Auch für Unterhaltung sorgte die örtliche Standortverwaltung. Einmal in der Woche gab es Filmvorführungen zur Unterhaltung und im Tagesraum vertrieben sich die Genesenden die Zeit mit Bastelarbeiten: „Schöne, kunstreiche Werkarbeiten entstehen unter wohlgeübten Händen, die mehrere Mal schon im Speisesaal oder im Gartenpavillon zur Ausstellung gelangten. Meistens finden sich auch noch Kunstmaler unter den Lazarett-Insassen, so dass diese Ausstellungen recht abwechslungsreich ausfielen und allgemeine Bewunderung und Beifall fanden.