Begegnungstag der Paten unserer Peru-Mission

Am 10. November 2018 hatte das Referat Peru zu einem "Patentag Peru" ins Mutterhaus eingeladen. Rund 50 Paten, die regelmäßig Menschen in Peru materiell unterstützen, waren der Einladung gefolgt. 
Bei ihrer Begrüßung erzählte Generaloberin Schwester Teresa, dass es Patenschaft für Menschen in Peru bereits seit 45 Jahren gibt und wie sie in entstanden sind und sich entwickelt haben. Dabei sind konkrete Kontakte entstanden, haben Paten ihre Patenkinder in Peru besucht und gibt es zahlreiche Brief- und Mailkontakte.
Schwester Silvia, die in Peru für die Koordination der Patenschaften verantwortlich ist, berichtete über das 2015 eingeführte Patenschaftssystem. Anfangs sagte sie zwar: "Ich bin ein wenig aufgeregt, weil ich zum ersten Mal vor einem deutschen Publikum spreche", aber ihren klaren und verständlichen Ausführungen merkte man keine Aufregung an. In Lima werden 24 Patenkinder (Kinder und Jugendliche) unterstützt, in Soritor ein knappes Dutzend und in Omate 18 (Kinder, Jugendliche und alte Menschen). Zu diesen Patenkindern halten die Schwestern laufend Kontakt und können durch ihre Kenntnisse der konkreten Lebensumstände gezielt Unterstützung geben. In Jimbe, dem Ort, in dem keine Schwestern mehr tätig sind, werden immer noch 17 Kinder und Jugendliche unterstützt. Schwester Silvia besucht diese Patenkinder dreimal im Jahr und informiert sich über deren aktuelle Situation. Für das Kinderheim im Trujillo, in dem derzeit 42 Mädchen aller Altersstufen ganzheitlich gefördert werden, gibt es keine personenbezogenen Patenschaften mehr sondern nur noch Patenschaften für die drei famlienähnlichen Gruppen. Abschließend freute sich Schwester Silvia, dass sie einige der Paten persönlich kennen lernen konnte und jetzt zu Namen auch Gesichter hat.
Da kleine Videos heute überall leicht herzustellen sind, hatte Schwester Silvia einige Videos mit kurzen Botschaften von Patenkindern mitgebracht.
Nach dem Kaffeetrinken, das dem Austausch und der Begegnung diente, wurde die Arbeit in drei Kleingruppen fortgesetzt. Dabei ging es um 1) Kommunikation, 2) Patenschaftssystem und 3) Gruppenpatenschaften im Kinderheim. In den Gruppen wurde eifrig diskutiert. Schwester Christiana (die die Patenschaften in Deutschland koordiniert), Schwester Silvia und Martin Schwark (Peru-Referent) beantworteten Fragen und gaben ausführliche Informationen und Hintergrundberichte. Die zum Teil langjährigen Paten konnten sich davon überzeugen, dass das aktualisierte Patenschaftssystem gut funktioniert und die großzügige Hilfe den Patenkindern nach deren individuellen Bedürfnissen konkret hilft.
Zwischendrin war in der Eingangshalle Gelegenheit, Fotos mit Grüßen für die Patenkinder in Peru zu machen. Schwester Silvia wird die Fotos in Peru weiterleiten.
Um 17:00 Uhr endete der Patentag mit der Vesper in der Mutterhaus-Kapelle. Zu den Schwestern gesellte sich noch ein Dutzend Gäste.